Stadtgespräche

Mythos Shopping Queen

Vier Stunden und 500 Euro für das perfekte Outfit

Kleidung

 

Designer Guido Maria Kretschmer flimmert von Montag bis Freitag jeden Nachmittag über die deutschen TV-Bildschirme. Von 15 bis 16 Uhr gibt er Modetipps, Einblicke in die Kleiderschränke der Kandidatinnen und in die jeweiligen Fußgängerzonen. Was macht das Format so erfolgreich?

Die Kommentare

Die Stimme aus dem Off gehört Radio- und Fernsehmoderator Thorsten Schorn. Die Kombination aus den Kommentaren von Guido Maria Kretschmer und jenen der Off-Stimme sind sicherlich ein Erfolgsfaktor für das Daily-Format. Im Gegensatz zu den zahlreichen Casting-Formaten sind die Ausführungen bei Shopping Queen zum Großteil wohlwollend und heben das Positive hervor.

Wo darf geshoppt werden?

Vor den Dreharbeiten geben die Kandidatinnen eine umfassende Liste mit ihren Wunschläden ab, für Schuhe, für Abendgarderobe, für die Frisur und für das Make-up. Die Produktionsfirma fragt die Drehgenehmigungen an. Einige Filialisten, beispielsweise H&M, erteilen grundsätzlich keine Genehmigungen für Filmarbeiten. Boutiquen werden ohnehin bevorzugt, zum einen für die Dramatik, zum anderen soll ein möglichst individuelles Outfit präsentiert werden.

 

Tüllrock mit Sonnenbrille

 

Bewertung in Berlin

Für die Bewertung durch Guido Maria Kretschmer fahren die Kandidatinnen in seinen Showroom nach Berlin. Dort treffen sie am Laufsteg auf ihn, anschließend nimmt er sich häufig auch die Zeit für einen Plausch. Das jeweilige Wochenmotto denkt er sich übrigens nicht aus, das übernimmt die Redaktion der Produktionsfirma.

Das ist Shopping Queen:

  • Seit Januar 2012 gibt es Shopping Queen.
  • Mehr als 1.000 Mal ist bereits eine neue Shopping Queen gekrönt worden.
  • Der Erstplatzierten winkt ein Gewinn von 000 Euro.
  • Neben „Promi Shopping Queen“, das außer der Reihe am Sonntagabend läuft, gibt es immer wieder Specials mit Männern, Zwillingen, Müttern und Töchtern oder ganze Familien.
  • Produziert wird Shopping Queen von Constantin Entertainment.
  • Jede Kandidatin darf eine Shopping-Begleitung mitnehmen. Zwischen Wohnort, Shops und Laufsteg werden sie mit dem eigenen Shopping Queen-Bus gefahren.

 

Christin bei Shopping Queen

 

Christin, Groß- und Außenhandelskauffrau und „Frau vom Wirt“, war bei der achten Ausgabe von Shopping Queen in Münster dabei. Als Dienstagskandidatin zog sie mit ihrer Shopping-Begleitung Jo-Ann los, um das perfekte Outfit zum Motto „Schuhliebe“ zu finden.

„Schuhliebe“, das ist ja ein Traum-Motto. Wie bist du damit zurecht gekommen?
Wir durften an unserem jeweiligen Shopping-Tag eine Schublade auswählen, darin war dann der Schuh. Ich hätte mir meine Stiefeletten zwar nicht ausgesucht, hatte aber sofort eine Idee, wie ich sie stylen möchte.

Vier Stunden und 500 Euro für ein Outfit, das klingt machbar. Wie war die Realität?
Es war nicht ganz so stressig, wie ich es erwartet hatte. Mit dem Geld sind wir gut ausgekommen und die Zeit war für Jo-Ann und mich auch ausreichend. Wir hatten ja das Glück, das wir keine Schuhe kaufen mussten.

Du bist zuerst beim Friseur gewesen. Die meisten Kandidatinnen gehen ja zum Schluss dorthin. Hast du das bereut?
Auf keinen Fall, ich würde alles wieder genauso machen. Ich würde mich wieder für das Outfit, die Frisur, das Make-up und natürlich meine Shopping-Begleitung entscheiden. Ich habe mich mit allem sehr wohlgefühlt und das merkt man glaube ich auch.

Würdest du rückblickend noch einmal bei Shopping Queen mitmachen?
Ein klares Ja! Es war eine tolle und spannende Woche, die anderen Kandidatinnen waren super nett und Guido Maria Kretschmer zu  treffen war natürlich ein Highlight. Er ist übrigens genauso nett wie im Fernsehen.

Gab es etwas das dich bei Shopping Queen gestört hat?
Das einzige, was mich richtig gestört hat, waren einige Kommentare bei Facebook. Es müssen nicht alle alles toll finden, aber beleidigend müssen sie auch nicht werden. Ich bin ja noch ganz gut „weggekommen“, das war leider nicht bei allen Kandidatinnen so. 

Du bist knapp am Sieg vorbei geschrammt. War das schlimm für dich?
Nein, das war überhaupt nicht schlimm für mich. Jessi, die Gewinnerin, hat es verdient, ich freue mich für sie. Selbstverständlich freue ich mich, dass ich so gut abgeschnitten habe. Es war toll, dass ich auf Anhieb das gefunden habe, was ich mir vorgestellt habe.

Kannst du dein persönliches Highlight für deine Shopping Queen-Teilnahme benennen?
Als meine Folge ausgestrahlt wurde, haben wir bei uns in der Kneipe geguckt, mit Familie und Freunden. Die positiven Reaktionen von ihnen waren einfach überwältigend, das war ganz eindeutig für mich der schönste Moment.

Vielen Dank für das Interview!

 

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